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IHK - Industriemeister/ Fachrichtung Gießereitechnik (berufsbegleitend)

Industriemeister spielen in modernen Gießereibetrieben eine Schlüsselrolle. Hat der Meister bisher seinen Mitarbeitern Arbeitsaufgaben zugewiesen und deren sachgemäße Ausführung überprüft, so übernimmt er heute zunehmend die Rolle eines operativen Managers bzw. eines Managers in der Produktion. In zunehmendem Maße gewinnen planende, steuernde und überwachende Aufgaben an Priorität. Mit der Koordinierung von Teams tragen Industriemeister zur Lösung mittelfristiger Aufgaben bei. Fragen der betrieblichen Organisation beschäftigen Industriemeister ebenso wie die Führung der Mitarbeiter. Geprüfte Industriemeister Gießerei (IHK) sind vorrangig mit Führungsaufgaben betraut und wirken an der Schnittstelle von kaufmännischen und technischen Funktionsbereichen Ihres Unternehmens.

Industriemeister verfügen über eine Qualifikation, die überall Ansehen genießt und in ganz Europa anerkannt ist. Der Meisterbrief ist ein Qualitätssiegel und heute noch hochwertiger als früher, da er nach dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem akademischen Bachelor-Abschluss gleichgestellt ist. Mit dem erfolgreichen Abschluss wird gleichzeitig die Fachhochschulreife erworben und damit die Möglichkeit, an jeder Universität oder Hochschule zu studieren.

Der Meisterlehrgang umfasst elf zweiwöchige Kurse mit Ganztagsunterricht, die über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren durchgeführt werden. Veranstaltungsort ist das Friedrich-Albert-Lange Berufskolleg, Carstanjenstr. 10, 47057 Duisburg. Im Umkreis des Berufskollegs stehen kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Der AEVO-Kurs (Berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation gemäß Ausbilder-Eignungsverordnung) umfasst ca. 112 Unterrichtsstunden und wird vor Beginn des Meisterlehrgangs angeboten.

Teilnehmer an der Industriemeisterausbildung können Aufstiegs-BAföG nach dem AFBG beanspruchen. Die Förderung ist alters- und einkommensunabhängig. Die Lehrgangskosten werden zu 40 % als nicht rückzahlbarer Zuschuss staatlich gefördert, die Restkosten können über ein zinsfreies KfW-Darlehen finanziert werden, das nach erfolgreichem Abschluss nur zu 60 % zurückgezahlt werden muss. So kann die Weiterbildung auch ohne Eigenmittel gestartet werden. Informationen und Antragsformulare sind unter www.aufstiegs-bafoeg.de erhältlich.

Auf den folgenden Seiten finden Sie neben den aktuellen Terminen und allen weiteren Informationen rund um den Meisterlehrgang auch typische Testaufgaben als Selbsttest mit den dazugehörigen Lösungen.